19. September 2018

Loslassen und schauen was passiert

Ein Versuch einer Positionierung um etwas Klarheit in die Verwirrung zu bringen

 

Es war einmal in meinem Leben. Ich schreibe das Jahr 2018. Ich befinde mich auf dem Planeten Erde und schwirre mit ihm durch das Universum.

Und während wir da so schwirren, da schwirrt mir ein Gedanke durch den Kopf.

Es gibt Menschen, die behaupten man kann im Leben nur einmal geboren werden.

Ich glaube

man kann im Leben mehrmals geboren werden,
aber natürlich nur einmal körperlich.

Das Leben ist wie eine Spirale. Ein Auf und Ab, ein Hin und Her. Man weiß selten was als nächstes kommt. Mit jedem neuen Lebensabschnitt lässt man etwas los, hinter sich, wird ein Stück neu geboren.

Wenn wir Neues empfangen wollen, müssen wir das Alte loslassen. Jedoch nicht mit einem Gefühl der Traurigkeit, sondern der Leichtigkeit und der Freude.

So können wir mit jedem neuen Abschnitt unseres Lebens ein Stück neu geboren werden.

Hinzu kommt die sieben Jahres-Regel, von der jeder sicher schon einmal gehört hat. Sie sagt: Alle sieben Jahre verändert sich der Mensch – seine Figur, seine Haare, ja sogar die Persönlichkeit. Lange galt das als reiner Mythos. Die moderne Zellforschung stellt jetzt fest: Der Körper erneuert sich tatsächlich. Es dauert allerdings keine sieben Jahre. Bei manchen Organen geht es schneller, bei manchen dauert es länger. Nach zwei Jahren ist die Leber komplett neu, nach zehn unser Skelett. Aber das nur am Rande.

Überprüfen was mitkommen darf

So lasse ich gerade in meinem Leben einiges los, um es mit einem Blick von außen zu überprüfen. Manche Dinge dürfen mich weiterhin auf meinem Weg begleiten, andere lasse ich endgültig los, da ich sie nicht mehr benötige.

Es begann damit, dass ich Dinge verkaufte, verschenkte oder wegwarf, die ich schon seit Jahren nicht mehr nutzte. Ihr wisst, diejenigen Sachen, die man nur für den »Fall der Fälle« aufhebt. Kaputte Stative, nie genutzte Requisiten, hundertfach getragene Kleider, alte CD’s, Deokorationsartikel und vieles mehr.

Das Gefühl der Trennung war großartig, erleichternd.

Einige Zeit später erhielt ich einen Brief von meiner Hausverwaltung, in dem mir mitgeteilt wurde, dass unser Atelierhaus verkauft wurde. Wer das Haus kennt der weiß, dass dies eine kleine Oase in Leipzig ist. Ein komplett unsanierter Altbau voll mit Künstlern. Als wir hier einzogen, war uns allen bewusst, dass es nur eine Zwischennutzung sein sollte. Keiner wusste, ob wir nach 1 Jahr vielleicht wieder raus müssen. Inzwischen bin ich seit 11 Jahren in diesem Atelier. Scheinbar ist nun bald die Zeit auch dieses loszulassen.

Ich trauere dem nicht nach. Ich bin dankbar für die 11 Jahre, die ich hier sein durfte und bin gespannt auf das, was mich nun erwartet.

Meine Motivation, mich von weiteren Dingen zu trennen wurde dadurch noch mehr gestärkt. Von immer mehr unnützen Dingen trenne ich mich. Meine Fotoausrüstung behalte ich natürlich. Denn vom Fotografen-Dasein werde ich mich nicht trennen, es wird sich nur eine Kleinigkeit verändern.

Der social media reset

Am 5. September 2018 um 14 Uhr löschte ich alle meine Bilder auf meiner Facebook-Fanseite mit über 10.000 Fans. Somit sind hunderttausende Kommentare und Likes der letzten 9 Jahre gelöscht. Auch das war befreiend. In einer Welt, in der sich so viel um die Anzahl der Fans, um Likes und um Kommentare dreht, wollte ich den Faden durchschneiden, um mir selbst zu beweisen, dass sich für mich nichts ändern wird. Es war schlichtweg ein kleines Experiment.

  

Ich nannte es den »facebook reset«.

Wenige Tage später löschte ich weitere Mitgliederprofile im Netz, darunter beispielsweise mein Profil bei der Modelkartei. Aus dem facebook reset wurde ein kleiner social media reset.

Die neue Fotografen-Webseite

Parallel entstand die Idee zur neuen Fotografen-Webseite. Meine bisherige war zwar noch nicht so alt, aber wir beide wurden miteinander nicht wirklich glücklich. Ich hatte keine Freude an dieser Seite. Deswegen mussten auch wir voneinander loslassen, damit Raum für eine neue Seite ist.

Nun ist sie da, die neue Seite. Mit ihr geht eine neue Tür auf und es eröffnet sich eine neue Welt, die es zu entdecken gilt.

Die Sache mit dem Marketing

Manche von euch haben es bereits mitbekommen, dass ich hin und wieder über Marketing-Themen spreche und schreibe. Oft wurde ich von euch gefragt, was es damit auf sich hat und einige hat es sicher etwas irritiert.

Dazu eine kleine Vorgeschichte.

Bevor ich anfing zu fotografieren, war ich im Online-Marketing Geschäft tätig. Von 2001 bis 2004 hatte ich eine kleine Webagentur und betrieb verschiedene Seiten im Netz. Es war in Deutschland mitten in der Geburtsstunde des Internet. Für mein fotografische Tätigkeit, die ab 2005 begann, habe ich mich ebenfalls intensiv mit Onlinemarketing auseinandergesetzt. Suchmaschinenmarketing, Social Media Marketing, Advertisting, Sales-Funnel und vieles mehr. Dieses Wissen hat es mir ermöglicht tatsächlich auch meinen Lebensunterhalt von und mit der Fotografie bestreiten zu können. Denn der Satz hat immer seine Gültigkeit: Wer nicht wirbt, der stirbt. Zumindest unternehmerisch. Ich lebte meinen Traum, den viele andere junge Fotografen und Fotografinnen noch träumen.

Deswegen habe ich mich dazu entschieden dieses Wissen nun auch für andere zugänglich zu machen. Nicht nur für Fotografen, sondern auch auch für andere Kreative. So entstand neben meinem Projekt Fotogrow.de nun auch meine Idee zu vonkuhwede.marketing. Mein Ziel ist es, Künstler und kreative Unternehmer bei Ihrem Marketing und ihrer Positionierung zu unterstützen, so dass auch diese ihren Traum leben können.

Das bringt natürlich mit sich, dass ich aktuell selbst weniger fotografiere, da ich meine Zeit und Energie nun in dieses Herzensprojekt fließen lasse. Aber keine Sorge. Ich werde der Fotografie treu bleiben. Ich genieße gerade den Abstand, um mich gleichzeitig neu zu sortieren. Ich gehe quasi kurz einen Schritt zurück, um danach wieder zwei nach vorne zu gehen.

Komm in den Kreis der Verbündeten

Es gibt einen Kreis von Menschen, die bereits seit längerem meine Weggefährten sind. Die von mir in neue Projekte eingeweiht werden, die früher als andere erfahren, was es bei mir neues gibt, deren Meinung mir wichtig ist, die ich hin und wieder um Rat frage und die mir ihre ehrliche Meinung zu meinen Ideen, Projekten, Produkten und Vorhaben sagen.

Dieser Kreis von Menschen, trifft sich hin und wieder auch persönlich, um sich gegenseitig zu inspirieren, zu informieren oder zu unterhalten.

Wenn du auch zum Kreis dieser Menschen zählen möchtest dann freue ich mich auf dich. Dann freuen wir uns auf dich.

Scrolle einfach ein Stück weiter nach unten und trag dich in meinem Verteiler ein. Dann bekommst du alle Neuigkeiten und wichtigen Informationen ab sofort immer direkt in dein Postfach und musst weniger Zeit in den sozialen Medien verbringen. Und wer weiß, vielleicht treffen wir uns bald schon auf einem meiner Veranstaltungen.

 

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    6 Comments

  • Reply

    Ich liebe die Fotografie

    • Corwin 16. Oktober 2018
      Reply

      Da haben wir etwas gemeinsam liebe Nicola 🙂

  • Marco Thomas 16. Oktober 2018
    Reply

    Einstellung und Fotos find ich Klasse

  • Sebastian Hagedorn 17. Oktober 2018
    Reply

    Und ich dachte schon nur ich finde diese Welt verwirrend. Danke für das veröffentlichen deiner Gedanken! Sehr wahrscheinlich sehen wir uns wieder auf einer deiner Veranstaltungen.

  • Gudrun 17. Oktober 2018
    Reply

    Wunderbar! Du hilfst mir aktuell sehr mit Deiner „Message“ oben! Danke dafür 🙂 und Deine Bilder liebe ich sowieso – ich bin auch grade im „fotografischen“ Umbruch. Alles Liebe!

  • Jo Adler 17. Oktober 2018
    Reply

    Viel Erfolg bei deinem Vorhaben. Loslassen ist eines der besten Gefühle! Alles Gute!

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